Sonderbare Absperrungen in der Waldpforte?

21. November 2010

Aufgrund vieler besorgter Anfragen, was es denn mit den Absperrungen an der Wiese in der Waldpforte vor der Ladenzeile auf sich habe, kann strabagartenstadt teilweise „Entwarnung“ geben.

Zeichen

Zeichen

Hier war nicht bereits die Stadt am Werk, es werden auch ab Montag keine Bagger rollen. Nach Recherche des Redaktionsteams haben Straßenbahn-Gegner die Straßenbahn-Wendeschleife mit Hilfe von Absperrband nachvollzogen, damit sich die Gartenstädter ein Bild davon machen können, wie weit dieser Planungsirrsinn Eingriffe in die örtlichen Gegebenheiten vornimmt. Hier wurde lediglich die Wendeschleife nachgebildet, Gehwege etc. sind hier noch nicht mit einbezogen, der Einschnitt ist also eigentlich noch größer als gezeigt.

„Wir wollen die Menschen aufrütteln und zeigen, dass unser Widerstand ungebrochen ist. Es tut sich weiterhin was in der Gartenstadt! Wir wollen mit dieser Aktion den Leuten hier zeigen, was ihnen blüht, wenn diese Straßenbahn tatsächlich rollen sollte. Wie nah die Straßenbahn an die Trauerhalle kommt und wie viele Bäume hier fallen werden.“ so ein Aktivist (Name d. Red. bekannt)

Bäume fallen

Wie viele Bäume fallen werden, wird durch die Absperrungen sehr deutlich gezeigt. Vor allem aber durch die wieder aufgestellte Gedenktafel (12.11.2010 durch den Bürgerverein Gartenstadt) zum Tag des Baumes wird bewusst gemacht, wie viele gespendete Bäume fallen werden.

Gedenkstein Tag des Baumes

Gedenkstein Tag des Baumes

Am 31. März 2007, dem Tag des Baumes, pflanzten Stadtrat Rolf Dieter, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gemeinsam mit dem Bürgerverein Gartenstadt und Bürgermeister Lothar Quast Waldkiefern. Private Spender bezahlten die Bäume und wurden so Baumpaten. Mindestens 10 dieser Bäume werden der Säge zum Opfer fallen. Diese Bäume sind eine Spende, ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements, damals von Bürgermeister Specht hochgelobt. Er war begeistert von der Pflanzaktion, lobte die Bürger, die mit ihrer Baumspende auch die Stadt entlastet haben – denn neue Bäume hätte sich die Stadt Mannheim damals nicht leisten können. Ob Herr Specht vor 3 Jahren schon im Hinterkopf hatte, dass hier ggf. einmal eine Straßenbahn rollen wird? Ein Schelm, der Schlechtes denkt…

Leider konnten wir auf eine Frage bisher keine Antwort finden, werden allerdings in der kommenden Woche intensiv recherchieren: Was sollen die frischen Vermessungspunkte auf dem Boden? Recht unauffällig eigentlich, durch das Absperrband erst offensichtlich gemacht – zieht man eine Linie von Punkt zu Punkt, läuft man am Absperrband entlang, das die Wendeschleife eingrenzt.

Bäume finden Paten

15. Oktober 2010

Wird die Stadtbahn Nord tatsächlich durch die Waldpforte gebaut, müssen natürlich Bäume weichen. Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie viele Bäume der Säge zum Opfer fallen werden, rief Herbert Alt von der BI Straba Nord bei der letzten MenschenLichterKette (8.10.2010, wir berichteten) zu Baumpatenschaften auf.

Viele Gartenstädter fühlten sich angesprochen und übernahmen noch am gleichen Abend die Patenschaft und hängten ihre Urkunde an die jeweiligen Bäume. Da der zeitliche Rahmen an diesem Abend nicht ausreichte, verabredete man sich für Sonntag, 10. Oktober 2010, um alle Paten und Bäume zusammenzubringen und weiteren Interessierten eine Möglichkeit für eine Patenschaft zu geben.

 

Baumaktion - Bürgergarten

Baumaktion - Bürgergarten

 

Ca. 30 Baumpaten standen dann auch pünktlich um 15 Uhr im Bürgergarten des Bürgervereins Gartenstadt und gemeinsam ging es dann in die Waldpforte zu den betroffenen Bäumen.
Herbert Alt hat ein Verzeichnis über jeden Baum und die dazugehörigen Paten – auf der Urkunde steht dann die jeweilige Baumnummer, die Paten bleiben jedoch für die Öffentlichkeit anonym, das Verzeichnis bleibt unter Verschluß.

„Die Aktion ist ein voller Erfolg“, so Herbert Alt, der auch den Einfall zu dieser Aktion hatte. „Vielen Leuten ist nicht klar, wie viele Bäume hier fallen werden. Nur ein Teil davon wird umgepflanzt oder ersetzt.“ Tatsächlich hatte Bürgermeister Christian Specht bereits während der Forumsphase angedeutet, dass viele Bäume ohnehin gefällt werden sollen, weil sie angeblich krank sind. Ob diese Bäume ersetzt werden, ließ er offen.

„Das sind ja zum Teil richtig alte Bäume“ empörte sich eine Anwohnerin. „Wenn ich in meinem Garten einen Baum fällen will, dann brauche ich erstmal eine Genehmigung und wenn der Baum zu alt ist, bleibt er stehen… Aber die Stadt holzt hier dann munter Bäume ab, die 50 Jahre und älter sind! Das kann doch nicht sein!“

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Leider sind immer noch viele Menschen absolut uninformiert, was diese Streckenplanung angeht. Und leider zeichnet auch der Mannheimer Morgen mal wieder ein „passendes“ Bild – man lässt einfach mal unter den Tisch fallen, dass immerhin 41% der Befragten, die die Stadtbahn befürworten, keine Ahnung von der Streckenführung haben. Je besser der Kenntnisstand, desto größer die Ablehnung.

Wer eine Baumpatenschaft übernehmen möchte, kann sich bei Herbert Alt (herbertalt@web.de) melden, einige wenige Bäume suchen noch einen Paten.

Christina Detmers

Gegendarstellung

12. Oktober 2010

Leider erweckt der BI Sprecher auf der Webseite Straba-Nord.de meines Erachtens einen falschen Eindruck von der Stimmung in der Gartenstadt.
Ohne damit die Leistungen und das Engagement der BI und des Sprechers Ralf Ellspermann schmälern zu wollen (!):

Bei der Demo am 8.10.2010 war klar herauszuhören, dass die Menschen hier Ihren Widerstand weiterhin kundtun möchten.

Der BI Sprecher Ralf Ellspermann sagt:

“Die Zeit der großen Protestaktionen unter Führung der BI ist damit zunächst erst einmal abgelaufen. Es gibt schlichtweg keinen politischen Adressaten mehr für den Protest. Das soll jedoch keinesfalls Aktionen wie zum Beispiel der Baumpaten-Aktion entgegenstehen.”

Auch wenn Ralf Ellspermann schreibt, dass die BI damit nicht gestorben sei, der Artikel erweckt dennoch den Eindruck eines Abgesangs.

Ralf Ellspermann hat gegenüber der Stadt und RNV die Rolle eines Sprachrohrs der Gartenstädter gegenüber Stadt und RNV übernommen und erweckt mit seinen Worten einen falschen Eindruck, deshalb diese Gegendarstellung.


Der Widerstand in der Gartenstadt ist noch nicht beendet!

WIR SIND DAS VOLK!

 

Baumpatenaktion

Baumpatenaktion

 

Hinweis: Bei der Baumpatenaktion sind noch Bäume zu vergeben. Ansprechpartner Herbert Alt.

Freitagsdemo vor Gemeinderatssitzung

11. Oktober 2010

Zum letzten Mal vor der Abstimmung im Gemeinderat versammelten sich ca. 300 Gartenstädter, um gegen die geplante Stadtbahn Nord zu protestieren. Sie gingen übrigens zeitgleich mit den Anwohnern der Hessischen Straße auf die Straße, wo sich 150 Menschen versammelten, um vor allem dagegen zu protestieren, dass die Stadtbahn mitten durch eine Kleingartenanlage geführt werden soll.

Wieder stellten sich die Menschen ab 19 Uhr entlang der Waldpforte auf und liefen dann anschließend in den Bürgergarten des Bürgervereins. Stadtrat Nikolas Löbel (CDU), Stadträtin Gudrun Kuch (parteilos) und – wie immer- Bezirksbeirätin Gudrun Müller (SPD) unterstützten den Zug.



Im Bürgergarten informierte Ralf Ellspermann von der BI Straba Nord die Bürger über die aktuellen Entwicklungen. Nun müsse man das Planfeststellungsverfahren abwarten und dann  weitere Aktionen planen. Er zeigte sich wenig hoffnungsvoll, was die Abstimmung im Gemeinderat am 12.10. angehe, hier habe die AUT-Sitzung bereits ihre Weichen gestellt.

Allerdings habe, so Ellspermann, die Stadtbahn Nord bei allem Negativen doch eine sehr positive Auswirkung gehabt: Die Menschen in der Gartenstadt sind zusammengerückt, die Solidarität untereinander noch gewachsen. Viele Freundschaften in der Nachbarschaft seien entstanden.

Herbert Alt von der BI Straba Nord wies auf die Möglichkeit hin, Baumpatenschaften in der Waldpforte zu übernehmen. Ca. 200 Bäume bräuchten einen „Unterstützer“. Die Patenschaftsurkunden wurden am Sonntag, 10.10. um 15 Uhr an den Bäumen angebracht. (Wir berichten gesondert – Anm. d. Red.)

Stadtrat Nikolas Löbel (CDU) wandte sich ebenfalls an die Menge, dankte den Gartenstädtern für ihr Durchhaltevermögen und Engagement. Er betonte, dass die Gartenstädter den Stuttgartern einen entscheidenden Schritt voraus seien – im Gegensatz zu den Stuttgartern demonstrierten sie nämlich schon VOR der Bauentscheidung, nicht erst danach.

CDU Stadtrat Nikolas Löbel

Löbel führte aus, dass für ihn die Entscheidung gegen die Stadtbahn Nord nicht einfach gewesen sei, dass er nicht grundsätzlich gegen eine Stadtbahn sei. Er habe die, wie er ausdrücklich betonte, „sachlich und fair geführte Diskussion lange beobachtet, oft auch selbst mit den Gegner geführt“. Ausschlaggebend für seine Entscheidung gegen die Bahn seien nicht zuletzt die Bürgerproteste aber auch die Planungsvariante, die nun gebaut werden soll.  Löbel betonte, er werde die Gartenstädter auch weiterhin unterstützen, z.B. beim Planfeststellungsverfahren oder anderen Fragen zur Stadtbahn – man könne sich gerne jederzeit an ihn wenden.

Auch Stadträtin Gudrun Kuch betonte, dass die Gartenstädter ein wichtiges Zeichen für Gemeinschaft und Solidarität gesetzt haben. Viele Teilerfolge seien erzielt worden (Wegfall von Kirchwaldstraße und Glückburger Weg), und sie hoffe, dass man im Rathaus die Botschaft verstanden hat:  Dass nämlich die Bürger, als unmittelbar Betroffene,  in Entscheidungen über Bauvorhaben eingebunden werden müssten. Sie rief die Bürger dazu auf, weiterhin ihren Willen kundzutun und nicht aufzuhören zu kämpfen. Im Übrigen werde auch sie im Gemeinderat am Dienstag gegen diesen Unsinn stimmen.

Stadträtin Gudrun Kuch (parteilos)

Stadträtin Gudrun Kuch (parteilos)

Bezirksbeirätin Gudrun Müller (SPD) vertrat Stadtrat Roland Weiß, der sich an diesem Abend nach der fristlosen Kündigung durch den ASB Rhein-Neckar nun verständlicher Weise erst einmal um seine private Situation kümmern müsse. Weiß sei aber in Gedanken bei den Demonstranten.

Auch Gudrun Müller betonte, wie beeindruckend die Solidarität unter den Bewohnern der Gartenstadt sei und dankte den Bürgern und natürlich den vielen Engagierten rund um die BI Stadtbahn Nord, die viel erreicht hätten für die Gartenstadt.

Marcel Erné und Thomas Weiß von der BI stellten zudem klar: „Wir kämpfen weiter. Auch wenn die Entscheidung quasi mehr oder wenig klar ist, wir werden weiter Zeichen setzen und auf die Situation der Gartenstädter aufmerksam machen!“ Einzelne Aktionen seien bereits in Planung, konkret wollten die beiden allerdings noch nicht werden.

Abschließend rief Thomas Weiß von der BI Straba Nord die Demonstranten dazu auf, unbedingt bei der Abstimmung im Gemeinderat ein Zeichen zu setzen. Man könne dort auf den Rängen auch durchaus „stumm“ und mit viel Präsenz seinem Protest Ausdruck verliehen.

Zuvor werde man allerdings noch am Paradeplatz bzw. vor dem Sitzungssaal laut kundtun, was man von der Stadtbahn Nord halte.

Er rief dazu auf, sich am Dienstag, 12.10. 2010 um 15:00 Uhr vor dem Stadthaus N1 zu versammeln und dann gemeinsam zum großen Ratssaal zu gehen, in dem um 16:00 Uhr die Gemeinderatssitzung stattfindet.

Film zur Stadtbahn Nord

14. August 2010

Jetzt auf Youtube: Die Bürger der Gartenstadt zur Stadtbahn Nord

Zum Ansehen einfach auf das Bild klicken oder hier

Stadtbahn Nord - Der Film

Stadtbahn Nord - Der Film

Die Bürger der Gartenstadt und Vertreter von Institutionen und Parteien. Unter anderem mit:

Wolfgang Pahl, Gartenstadt Genossenschaft eG
Heinz Egermann, Bürgerverein Gartenstadt e.V.
Ralf Ellspermann, Thomas Weiß BI Straba-Nord
Gudrun Müller, Bezirksbeiratsprecherin Waldhof SPD
Roland Weiß, SPD
Andrea Safferling, SPD
Rolf Dieter, Mannheimer Liste
Markus Corcelli, Grüne Bezirksbeirat Waldhof

(wenn ich beim ersten schnellen durchsehen jemand vergessen haben sollte, bitte ich dies nachzusehen…)

Herzlichen Glückwunsch für diesen sehr gelungenen Film, der auch sehr schön das besondere Flair der Gartenstadt wiedergibt.

Bekanntmachung: Mannheimer Liste – Befragung zur Stadtbahn-Nord

7. August 2010

(Eintrag auf Webseite der Mannheimer Liste vom 03.08.2010)

Nachdem wir ursprünglich unsere Absicht, eine Befragung der Bürgerinnen und Bürger zur Führung der Stadtbahn-Nord in die Gartenstadt durchzuführen einem städtischen Vorhaben untergeordnet hatten, haben wir zwischenzeitlich erfahren, dass sämtliche Stadtteile in denen die Stadtbahn-Nord durchgeführt wird, befragt werden sollen. Die Befragung erfolgt telefonisch und stichprobenartig.

Wir wollen, dass Sie, liebe Gartenstädter uns Ihre Meinung übermitteln können.

Deswegen würden wir uns freuen, wenn Sie uns den Fragebogen bis zum 30.August 2010 zurücksenden bzw. im Bürgerhaus, Kirchwaldstraße 17 abgeben würden.



Stadtbahndiskussion mit versöhlichem Ende

23. Juli 2010

Bezirksbeiratssitzung in St. Franziskus am Mittwoch, 21.07.2010:

Am Eingang des St. Franziskus Saales wurden rosarote Brillen, Blumenkränze und alkoholfreie kühle Getränke verteilt. Alle lagen sich in den Armen und freuten sich über den versöhnlichen Abschluss der Stadtbahndiskussion.

Herr Specht berichtete dann von einer harmonischen Forumssitzung, bei der es nur einmal kurz zu Streitigkeiten kam, weil ein Teilnehmer unbedingt Blumen pflücken und nicht Kränze binden wollte.

Einzig die CDU Bezirksbeiräte störten die Sitzung mit einem etwas unharmonischen Vortrag, der von den meisten Zuschauern ungläubig weggelächelt wurde. An sonsten alles Flower Power.

Ich gehe jetzt viel entspannter und positiver durch die Welt. Ich muss ehrlich sagen, ich habe Herrn Specht bislang immer unrecht getan, ich werde ihn für das Bundesverkehrskreuz mit rosa Schleifchen vorschlagen.

Hitzig wurde die Diskussion erst beim Top 3, als ich bereits weg war, mein grüner Opel Corsa LKW würde auf dem Waldhof ständig alle Parkplätze blockieren.

–>http://bit.ly/MitRosaBrilleWaehleIchAuchGruen

Hoffentlich sind bald Landtagswahlen, dann kann ich endlich Grün wählen..

Uups.. da kommt gerade die E-Mail eines Forumteilnehmers… Moment.. ich muss mal kurz meine rosa Brille absetzen…

In Kürze erscheint auch der offizielle Bericht des MM über die Bezirksbeiratssitzung, der ist aber hoffentlich nicht wieder so tendenziell gegen die Stadtbahn ;-)

Weitere Links zu diesem Thema auf diesem Blog

Link: Stadt und RNV reagieren auf Proteste der Stadtbahn Gegner
Link: Offizielle Einladung zweiter Bürgerdialog
Link: Der offizielle Bericht im Amtsblatt (Wochenblatt) liest sich etwas anders
Link: Leserbrief Gerd Heidenreich zum Bürgerdialog am 12.7.2010
Link
: „Flügelung der Stadtbahn Nord als Schöpflöffel für den Fördertopf“
Link: Berichte auf Straba-NOrd.de zur Demo gegen die Stadtbahn Nord

Stadt und RNV reagieren auf Proteste der Stadtbahn Gegner

18. Juli 2010

Beim Bürger Dialog am 12. Juli 2010 im Stadthaus N1 gab es scharfe Proteste der anwesenden Bürger.

Im MM heisst es: “Es sollen .. schon mal Eier auf RNV Busse geflogen sein”. Interessanterweise ist der MM Artikel (wir haben ihn zur Glück noch als Papierversion) weder im Archiv des MM noch im Google Cache zu finden.

Mannheim: Buhs und Pfiffe für die Stadtbahn

13. Juli 2010 Taschenkontrollen am Eingang zum Bürgersaal: Es sollen im Streit um die Stadtbahn-Nord in der Gartenstadt dort schon mal Eier auf RNV-Busse
www.morgenweb.de/…/mannheim/…/20100713_mmm0000000272023.html

Ergänzung, auch hier findet sich ein Teil des Artikels:

http://www.rhein-neckar-netz.de/mannheim/buhs-und-pfiffe-fur-die-stadtbahn/

Taschenkontrollen am Eingang zum Bürgersaal: Es sollen im Streit um die Stadtbahn-Nord in der Gartenstadt dort schon mal Eier auf RNV-Busse geworfen worden sein. Auch im Bürgersaal von N 1 wurde gestern Abend hitzig mit Buhs und Pfiffen bei heißen Temperaturen diskutiert.

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Mittlerweile wurde der Redaktion eine neue Handskizze mit unklarer Herkunft (möglicherweise aus der Planerzentrale) zugespielt, in der so etwas wie eine Stadtbahn- oder Buslinie zu erkennen ist. Sollte es sich hierbei bereits um erste Alternativplanungen für einen Quartierbus im Herzogenried oder eine Quartierbahn handeln?

Wir halten Sie auf dem Laufenden…

Skizze neue Quartierbahn

Nachtrag:
Huch…. auf der Rückseite der Karte sind ja gelbe Flecken, hat mir der Eierwerfer vielleicht die Karte “untergejubelt”?

Weitere Links zu diesem Thema auf diesem Blog

Link: Offizielle Einladung zweiter Bürgerdialog
Link: Der offizielle Bericht im Amtsblatt (Wochenblatt) liest sich etwas anders
Link: Leserbrief Gerd Heidenreich zum Bürgerdialog am 12.7.2010
Link
: „Flügelung der Stadtbahn Nord als Schöpflöffel für den Fördertopf“
Link: Berichte auf Straba-NOrd.de zur Demo gegen die Stadtbahn Nord

Bürgerdialog 12.7.2010 – Leserbrief eines Besuchers

15. Juli 2010

Leserbrief von Gerd Heidenreich zu: Bürgerdialog: Buhs und Pfiffe für die Stadtbahn

Aber, aber, Herr Oberbürgermeister,
das glauben Sie doch nicht wirklich, dass das Fairplay war, was Sie und Ihre Helfershelfer da an den Tag gelegt haben!

Wie stand doch u.a. in der zur 2. Bürgerdialog-Veranstaltung veröffentlichten Einladung:

“Zehn von der RNV geprüfte Streckenvarianten und Gründe für deren Ablehnung” sowie
“Weitere Vorschläge für Alternativstrecken von Bürgerinnen und Bürgern”.

Ich habe an diesem Abend weder Gründe für die Ablehnung von geprüften Streckenvarianten gehört, noch hatten Bürger die Gelegenheit, weitere Vorschläge für Alternativstrecken zu machen.
Stattdessen hat man dem Bürger lediglich erneut die ursprüngliche Trassenführung aufs Auge gedrückt.

Man hat es zudem von Seiten der Verwaltung, der RNV und der Moderation sträflich unterlassen klarzustellen, dass die sogenannten “Gegner” der Stadtbahn Nord nicht die Bahn als solches, sondern nur deren irrwitzige Trassenführung in den westlichen Teil der Gartenstadt ablehnen, und ließ die Bürger dann stundenlang Diskussionen über Fahrzeiten und ähnliche Irrelevanzen führen.

Das war entweder pure Unfähigkeit von Seiten der Veranstalter, das Thema auf den Punkt zu bringen, oder bewusste Taktik, um die Diskussion am eigentlichen Knackpunkt vorbeizulenken, nämlich dem, dass man dem Bürger absolut nichts Neues zu sagen hatte.

Hätten Sie doch einfach Ihr Schlusswort, mit dem sie offen legten, dass man ja gar nicht willens ist, andere Alternativen ernsthaft ins Auge zu fassen, schon in Ihrem Einleitungsvortrag untergebracht, dann hätten die Bürger bereits nach 5 Minuten gewusst woran sie waren und nach hause gehen können, anstatt sich erst drei und eine halbe Stunde die Köpfe völlig unnötig heiß reden zu müssen.

Es war schade um die Zeit, die ich und mit mir viele Bürger für diesen sogenannten Bürger-”Dialog” verschwendet haben.

Gerd Heidenreich, 68167 Mannheim

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Der obige Leserbrief stellt die Meinung des Verfassers und nicht unbedingt des Betreibers dieses Blogs dar (ich konnte leider nicht anwesend sein).

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Weitere Links zu diesem Thema auf diesem Blog

Link: Offizielle Einladung zweiter Bürgerdialog

Linke: Der offizielle Bericht im Amtsblatt (Wochenblatt) liest sich etwas anders

Link: „Flügelung der Stadtbahn Nord als Schöpflöffel für den Fördertopf“
Link: Berichte auf Straba-NOrd.de zur Demo gegen die Stadtbahn Nord

Das Runde muss in das Eckige

4. Juli 2010

“Bratwurst Journalismus” (oder auch “Hofberichterstattung”) dieser Begriff, den ich vor kurzem im heddesheimblog.de gelesen hatte, fällt mir beim Lesen des aktuellen MM Artikels von Martin Tangl spontan ein.

MM, 02.07.2010
“Letzte Chance”
Martin Tangl sieht das Projekt Stadtbahn-Nord positiv

Herr Tangl mag von dem Thema anscheinend so langsam auch nichts mehr wissen und möchte, dass die Bahn jetzt endlich gebaut wird ;-)

Der Beitrag ist bezeichnend für das, was man so von Forum Mitgliedern hört. Wie auch schon von Nikolas Löbel im Gartenstadt Journal geäussert: “Alibiveranstaltung”.

Herr Tangl scheint wohl bereits über die letzten Vorkommnisse im Forum gut informiert zu sein, das hebt er sich wohl noch für seinen nächsten Artikel auf…

Warum der Gemeinderat nicht schon gleich abstimmt, wenn sowieso schon alles klar ist?

Ganz einfach, so kann man dann wenigstens hinterher sagen, man hätte den Schein der Bürgerbeteiligung  aufrecht erhalten.

Auch in diesem Artikel steht klar drin, worum es eigentlich wirklich geht.

Analog zu dem Spruch “Das Runde muss in das Eckige” heißt es hier

“Die Fördergelder müssen in die MVV Verkehr Bilanz”

Siehe auch: “Flügelung der Stadtbahn Nord als Schöpflöffel für den Fördertopf”


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